Obedience-Entstehung

Hallo, liebe Obedienceinteressierten!

Es freut mich sehr Euch hier begrüßen zu dürfen. Nachfolgend könnt ihr erfahren wie "Obedience" entstanden ist.

Der Ursprung der Hundesportart Obedience (engl. = Gehorsam) liegt in England, wo es schon 1919 aus den "Working Trails" entstand. Zu einer anerkannten Sportart wurde es jedoch erst um 1951. Die Verbreitung in anderen Ländern wie zum Beispiel Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland und Holland fand vor teilweise 50 Jahren statt. In Deutschland wurde diese Hundesportart vor ca. 20 Jahren populär, aber erst seit April 2002 werden hierzulande Obedience- Prüfungen durch eine nationale Prüfungsordnung geregelt. In Mecklenburg-Vorpommern brauchte es weitere 8 Jahre um Fuß fassen zu können. Der Verein der Hundefreunde Loitz und der HSV Bad Doberan waren die ersten Vereine, welche mit dem Virus „Obedience“ infiziert wurden. Inzwischen wird dieser Sport mit dem Hund in mehreren Vereinen von Schwerin bis Usedom trainiert.

Birgit Lembke mit Lenox v.d.Wanderschäferei

 Birgit Lembke mit Lenox v.d.Wanderschäferei (Foto: Fam. Lembke)

Der 1. Landesmeister im Obedience in Mecklenburg-Vorpommern wurde am 13.10.2013 in der FCI Klasse 1 im HSV Rostock Biestow ermittelt. Den 1.Platz belegte dabei Birgit Lembke mit ihrem Briard "Lenox von der Wanderschäferei" (HSV Bad Doberan) gefolgt von Katja Wilhelm mit Golden Retriever Hündin "Hanni" (HSV Bad Kleinen) und Belinda Haloff mit der französichen Bulldogge "Zeus" (HSV Bad Kleinen).

Bei offenen Obedience- Wettbewerben kann jeder ohne Berücksichtigung der Größe, Rasse oder der Abstammung des Hundes teilnehmen. Die Prüfungen werden in vier Leistungsstufen durchgeführt. Das Hauptaugenmerk in der Beginner- Klasse liegt in der Wesensüberprüfung des Hundes. In den Obedience- Klassen 1,2 und 3, wird eine kontinuierlich ansteigende Leistungsanforderung und Weiterentwicklung der Übungen wie z. B. der Fußfolge, Ablage, Apportieren und der Distanzkontrolle erkennbar. Bewertet wird dabei nicht nur die Geschwindigkeit mit der der Hund die Kommandos ausführt, sondern vor allem die Präzision, Harmonie und Eleganz mit der das Team die gestellten Aufgaben bewältigt, wobei das Temperament und Alter des Hundes mit in die Bewertung einfließen.

Es ist mehr als nur sturer Gehorsam. Obedience ist eine Denksportart und damit eine schöne Herausforderung für Mensch und Hund, bei der beide Partner nur durch ein harmonisches Miteinander an ihr Ziel gelangen können.  

Text: Kristin Rieschick